ZZ4 Pftvd.
Man muß die Drusenknobben aber wohl un«terscheiden von den Rotzknoten; über diese laßtsich die Haut ganz willig hin und her schieben;hingegen über die Drusenknobben ist die Zell»haut sehr gespannt und entzündet. Ueberhauptbemerkt man bey dem Anfange einer Druse fie-berhafte Anfalle; das Pferd laßt gleich ab von»Fressen und Saufen, steht ganz still und trau-.-ng mit niederhangcndem Kopf; legt sich auchgar nicht nieder, hat einen kurzen Athem; zumHusten ist es sehr schwer, auch wohl gar nichtzu bringen; und wenn es ja geschieht, so gibtes einen Anschein vieler Schmerzen bey diesemHusten von sich.
Wenn bey den drüsigen Pferden die Ma-terie aus der Nase zum Fluß kommt, so ist siezu Anfange wie ein dicker Schleim, nach gerade wirdsie leichter und dünner, ist dabey aber von einerRotzmaterie gar weit unterschieden, wie imnachfolgenden weiter angezeigt werden soll.
Nicht allein die Kennzeichen des Royes,sondern auch der Verlauf und die Behandlungdieser Krankheit, sind bis hieher sowohl von altenals neuern Pferdeärzten und Pferdekennernvielfältig beschrieben worden; es ist nur zu be-dauern, daß selbst verschiedene neue Schrift-steller sich noch sehr unrichtige Begriffe von die-ser Rotzkrankheit gemacht, auch sogar diesen Rotzin verschiedene Klassen einzutheilen sich diehe gegeben, und mit verschiedenen Nahme«:Sceinkropf, weicher Roy, harter Rotz, Stein-rvlz:c. zu benennen gesucht haben.
Ich will dieses hier nicht weitläufig auseinander setzen, weil das im Art. Roy geschehenwird, sondern nur die Hauptkennzeichen angeben,woran man den Rotz erkennen kann: ein Pfttd
also,