Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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ZZ8 Pftrd.

len, wenn das Pferd gesoffen hat; und sobalder sich einfindet, sieht man ein starkes Zitternan den Flcischmuskeln; dabey setzt das Pferdseine Vorderfüße nach hinten, und die Hinter-füße nach vorn zu, und macht überhaupt einefrösterhafte Stellung, dabey stehen die Haarezu Berge.

Man bemerke, daß bey dem Anfang einerDruse auch fieberhafte Anfälle zugegen sind; al-lein, wenn man da das Pferd zum Husten reiht,so ist solcher überaus schwer; hingegen bey demkalten Fieber lehr leicht.

Den Entzündungen der Augen sind ge«wisse Pferde am häufigsten unterworfen.

Ist eine innerliche Augencnrzündung zuge-gen, so ist die Adernhaut ganz entzündet, unddie Pupille weit kleiner als in einem gesundenAuge; wenn das Pferd gegen das Licht sieht,so blinkerr es überaus stark mit den Augenste-dern; zuleht schwellet das Auge stark an, unddie Thränen fließen häufig heraus.

Wenn man in dem Auge eines Pferdesetwas eyterbaftes auf dem Grunde schwebensieht: so glaube man sicher, daß eine innereEntzündung zugegen gewesen, und das; daSPferd noch mehreren derselben unterworfen ist»und wenn dieses geschieht, entstehet zuleht derschwarze Staar daraus.

Die äußerlichen Augenentzündungen sindnicht so gefährlich; und hier sieht man die Au»gcnlieder geschwollen, die Verbindungshaut ent-zündet, und die Pupille in ihrer natürlichenGröße.

Es können auch bey einer Druse die Arugen äußerlich entzündet seyn; allein auch da istdie Pupille in ihr^ gehörigen Größe.