Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

Der Aolik, Darmgicht, oder auch Darm-sstrang genannt, sind die Pferde häusig unter»werfen. Im Anfange dieser, Krankheit läßt dasPferd auf einmahl ab vom Fressen, und gehtplötzlich zurück, laßt daben seinen Kopf undOhren ganz schlaff niederhangcn; nach geradewird es aber mehr unruhig, es fangt zuerst mitden Füßen an hin und her zu trippeln; eSmistet wenig, und zuletzt gar nicht; der Mistist von eben der Beschaffenheit, wie der beyden hitzigen Krankheiten zu seyn pflegt, nähm-lich hart, und als ob er mit einer glasurtenKruste überzogen wäre; eben so laßt es auchvom Uriniren ab; es stellt sich zwar zum öftern,als ob eö stallen wollte, allein die vielen Schmer»zen, welche hier zugegen sind, verhindern es;der Leib ist ganz aufgeblasen, in den Flankensieht man nichts hohles mehr, ja oft ist dieseGegend so aufgeschwollen, daß, zwischen denNippen und Hüftknochen alles ausgefüllt äst.Wie sich die Schmerzen vermehren, so fängtdas Pferd auch an immer unruhiger zu werden;eS legt sich öfters hin, steht aber gleich wiederauf, und sieht hierbei) immer sehr traurig nachden Flanken hin. Wimu das Pferd aber an-fangt, seine Nasenlöcher aufzusperren, und seineAthemzüge dabey geschwind gehen, dann ist esschon sehr weit mit dieser Krankheit gekommen;und wenn sich nachmahls am Halse und an denOhren ein kalter Schweiß zeigt, und zuletzt dasUntermaul kalt wird, so ist es des Todes.

Wenn den Pferden nicht gleich im Anfangedieser Krankheit dienliche und beruhigende Arze-neyen gereicht werden, so werden die wenigste"davon b^f'eyt. Noch übelcr aber ist es, wen"in diesem Zufalle heftig purgirende Mittel ist-