Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

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Wie weit würden wir in der Heilung un-serer Hausrhiere gekommen seyn, wenn wir mehrauf diejenigen Acht halten, welche die Naturpflegt und heiler, wenn wir beobachteten, durchwelche Mittel die Natur die Krankheiten, dieGebrechen der wilden Thiere überhaupt, herstel-le. Thäten wir es mir sorgsam forschendemGeiste: wir würden ein Buch aufschlagen, des-sen Vorschriften uns nicht täuschten, das unsdie Krankheiten, ihre Ursachen, ihre Zufalle,"nd ihre Heilung kennen lehrte.

Aber wie wenig kennt man, wie wenigstudiert man doch die Naturgeschichte des Pfer^

des Hauöthieres, welches der menschlichenGesellschaft so viel nähet, ihr so unentbehrlichwird.

Sorgsam bekümmert man sich um die Na-turgeschichte der Thiere, die außer unserm Va»Alande, unter dem entferntesten Klima, in ei-ue>n ganz anderen Welttheile wohnen, die unsmcht so geradezu nützen, die man nie sah, viel-»ftcht nie sehen wird; nur den Instinkt, nurdle Naturgeschichte unserer Hausthiere bemühtwan sich nicht kennen zu lernen, die unsdoch so viele Vortheile gewähren, die täglich füruns arbeiten, die uns oft aus Gefahren retten,und denen man nicht selten dir Erhaltung seinesLebens zu danken hat. Diese Thiere vergißtman, so nahe und nützlich sie uns auch sind;ohne Besorgniß überläßt man die Heilung ihrerGebrechen oft unwissenden Schmieden, Hirtenund Kutschern, die weder die Natur, weder dieThiere, weder die Krankheit, noch ihre Ursachenund Heilmittel kennen.

Ein immer geheimer Trieb, der tief in denNerven wohnt, ein Trieb, der fühlet, verlangt,vrr. rechn. Lm.cx. Theil. Z der