Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd,

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Nach dieser Zeit aber verlieren die Müt-ter ihre Eifersucht, allein die Vater behalten siesowohl gegen fremde Hengste als gegen ihreSöhne bey. Sie lasten keinen zu ihren Töch-tern, so lange sie die lehtern nicht nur selbst be-gatten, sondern auch ihre Söhne durch ihreKraft von andern Stuten abhalten können.

Sind die Stuten bedeckt, so trennen siesich von den gelten, von den unfruchtbar geblie-benen Stuten, sie verlassen ihre sonstigen Ge-spielen, und gesellen sich zur Gesellschaft der be-deckten, der trächtigen Stuten.

Ihre Aufenrhaltsörter durchstreichen sie wiedas Wild auf bestimmten Wegen. Jede Heerdehat ihren eigenen. Durchkreuzen sie sich, so ver-weilen sie zwar eine Zeitlang im gesellschaftli-chen Kreise beistammen, allein keines dieser Thiereverwechselt bey der Trennung seine Heerde, jedeStute, jeder Hengst hängt der seinigen an, folgtder Familie, aus deren Blute, von deren Raße,don deren Farbe er abstammt..

Ein halbwildes Gestüt *),

Die halbwilden Gestüte unterscheiden sichVon den ganz wilden darin, daß die Stuten vonzahmen Hengsten entweder in der Freyheit, oderaus der Hand beschälet werden **), auch nurdie Stuten das ganze Jahr hindurch, die Be»

schal-

*) S- von Tennecker a. y. O. S. 2;; st.

-) Aus der Hund beschäl«, heißt, wen» die Paarung dieserThiere unter unserer Anordnung steht, »nb die Stutenden Hengst nicht nach ihrer Neigung, »ach ihrer Der-wandt,chaft nach ihrer Liede wählen könne», sondern nur

den znr Befriedigung ihrer Leidenschaft und zur Besruch-tun» zugesellt bekommen, welchen wir für die Erreuauna

te» mit Gewalt, w» sie gefesselt"'heschistt"wkrdm.*^