Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

Der Oberaufseher oder der GesrütinhabeeHüter sich, daß dieses nicht zu früh, d. h nichteher geschehe, bis gute Witterung vorausgegan-gen, bis die Weiden anfangen zu grünen, bisdie Zeit die Stuten nicht nur zum Rossen, son-dern auch zum Empfangen vorbereitet hat. Inunserm Himmelsstriche wird diese Zeit mit demAuögange des Monats April eintreffen.

Hat sich die gute Witterung mit Zeichenerhallen, die die Wahrscheinlichkeit ihrer Dauerhoffen lasst, so wird der Hengst oder die Heng-ste, die nach der Rasse, nach der Farbe, nachdem Gebäude und dem Temperament der Stu-ren gewählt seyn müssen, in den eingeschränktenRaum zu den Stuten gelassen. Zu der Befruch-tung von 2O bis 2Z Stuten wird ein Hengstgerechnet.

Die richtigste Zeit dieses Auslassens zu be-stimmen, setzt eine genaue Kenntniß von demZustande voraus, in welchem sich die Stutenbefinden, wenn sie rossig sind.

Rossen auf einmahl zu viele Stuten, so istentweder die Zeit zum Auslässen des Hengstesversäumt, oder man kann mit vieler Zuverlässig*keit voraus sagen, daß die gute Witterung an-halten werde, daß die Sturen gesund, dass sttsicher empfangen, und das Jahr eine reichlicheErndre von Füllen liefern werde.

Rossen sie aber schlecht, unvollkommen, oh-ne Geschrey und Htgern, ohne besondereterkeit, kurz und wenig Tage, so folgt entwederüble Witterung, Kälte, Schnee, Regen^linddergleichen, oder eö ist ein Zeichen, dass die Stu-ten den Winter hindurch gelitten, daß sie nichtrecht gesund sind, und daß die Fohlenerndte dießJahr geringe seyn werde. Alles dieses muß vcr