Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pftld. Z69

Gcstätdirektor übersehen; er muß wissen, obdas Alter, die Starke des Beschälers, die Zahlder rossenden Stuten, ihre Jahre, ihre Haare,

' ihre Gesundheit, ihr und des Beschälers Tem-perament sich zusammen passen. Ein gelassener. Beschäler ist für diese Art des Bedeckens derbeste, und noch brauchbarer, wenn er schon inder Freyheit sich selbst überlassen, in irgeno ei-nem Gestüte Stuten bedeckt hat. Am nachtei-ligsten ist für diese Beschälungsarc ein Hengst»u gebrauchen, der layge aus der Hand bedeckthat. Da er nur gewohnt ist, angehängte, gebun-dene und gefesselte Stuten zu belegen, so ist erfür diese zu stürmisch, zu hihig. Hengste hinge-gen, die ncch gar nicht oder in der Freyheitbelegt haben, haben diesen Fehler nicht, sie sindnatürlich scheu, .sie, sirncn erst den Naturgang,te sie beschälen lernen.

, Ehe der Hengst, in das Gestüt gelassenchmd, wird er von zwey Beschälführer:; an einemwit ^Ver. gefütterten Kapzaume vermittelst zwey-er Longen behutsam in den Bezirk, wo sich dieStuten aufhalten, herumgeführet.

Die achten rossenden Stuten heben beyder geringsten Witterung desselben, oder bey demerstern Higern den Kopf in die Höhe, spitzendie Hhren, antworten, rufen, und kommen demBeschäler entgegen, oder gehen ihm zur Seite,bald vorwärts bald zurück, heben die Schweife,schreyen und folgen ihm in einer gewissen Ent-fernung nach.

Alles dieses sind gute Zeichen, je mehr sichdie Sturen dem Hengst nähern, je rossendersind sie, desto gewisser scheinen sie zum Em-pfangen vorbereitet zu seyn. Je mehr sie sichaber von dem Beschäler entfernen, je wenigerwer. rechn, Enc. ex. Theil. A a sie