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Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

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stehen, streckt den Hals aus, und berührt dieStute. Ist sie zur Erwiederung dieser Freyheitnoch nicht gestimmt, so schlägt sie mit einerpfeilschnellen Geschwindigkeit nach dem Beschä-ler, der sich in einem eben so geschwinden Sprungemehrere Schritte von ihr entfernt, und nur sel-ten beschädigt wird. Verhalt sie sich aber beydieser Probe ruhig, so erhebt sich der Hengst,ohne ihr zum Schlagen noch Zeit zu lasten, undscheint wie unterrichtet zu seyn, daß ihr dieß,nachdem er sie bestiegen hat, unmöglich wird.

Den eilften Tag nach dem Sprunge wirddie Sture von neuem probirt, und schlägt sieden Hengst nicht ab, abermahls bedeckt. Indessenist dieß kein Beweis, daß sie das erste Mahlnicht empfangen hätte. Manche Stuten, soge-nannte Huren, lasten sich auch dann noch be-schälen, wenn sie aufgenommen haben; so wieandere hingegen nicht aufhören es anzunehmen,ohne daß sie jemahls trächtig werden.

Sind alle Stuten bedeckt, so überläßtman sie wieder ihrer Freyheit.

Im März, im April, im May des folgen*den Jahres gebähren die Stuten, die im. vori-gen empfangen haben. Die Mütter, von wel-chen die Fohlen in den beyden ersten Monathenfallen, werden von dem Gestütaufseher mit He"ernährt, da die Natur ihre Nahrung zu dieserZeit noch so karg in der Wildniß erzeugt hat-

Die Fohlen, welche im Frühjahr fallen,bleiben bey den Müttern, bis die ZeitEntwöhnen kommt. Diese ist mit dem Ausgan-ge des Septembers vorhanden, wenn die Wer-den nicht mehr ergiebig sind. Zu dieser Zeltwird das Gestüt wieder versammelt, und dlFohlen von den Müttern getrennt. .,