Z78 Pferd.
in dieser Zeit um Pferde aus diesem Gestütenachsucht, und auch erhalten haben,
'So viel man von dem Anfange des Ge-stütes weiß, ist er auf folgende Art gemacht.
Man hat zahme und zur Zucht tüchtigeStuten durch die auserlesensten Hengste bedek«ken, und selbige Winter und Sommer durchHirten in dem Lippstchen Walde und in derSenne hüten und weiden lasten, um sie dieGänge und Orte zu lehren, wo sie im Sommergures Gras, im Winrer aber, wenn der Schneepicht zu tief gefallen, Heide finden und sich er«nähren könnten. Nach und nach hat man sieihren eigenen Gängen überlasten, und auf solcheArt sind aus zahmen wilde und menschenscheuePferde geworden Weil man von dem jungenAnwuchs selten eine Stute eingefangen hat, soist das Gestüt endlich bis auf 2YQ tragbare at>-gewachsen; wie denn auch der gute Ruf diesesGestütes sich zugleich mit vermehret hat. Derdrevßigjährige Krieg gab diesem Gestüte den er»sten Groß, und richtete es dergestalt zu Grun-de, daß nach dessen Ende nur wenig StutenÜbrig blieben.
Im Jahre ,655 suchte der damahls regie-rende Herr, Graf Hermann Adolph, dasGestüt wieder in Stand zu sehen. Er ließ diezum Gestüte erforderlichen Gebäude wieder aus-bessern, und brachte es dahin, daß 1666 scho"wieder eine ziemliche Änzahl Stuten vorhandenwaren.
r68v wurde unter der Regierung des Gra-fen Simon Heinrichs mit der Erweiterungund Verbesserung des Gestütes fortgefahren,und man verlegte die Gebäude näher an d»e
Senne nach Lopshorn, wo zugleich ein ansehn-liches