Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. Z79

liches Lust- und Jagdhaus «baust wurde. DerMangel des Wassers war dieser Anlage sehrempfindlich, bis er endlich durch Grabung einesüber looFuß tiefen Brunnens abgeholfen wur-de. Ob nun gleich dieser Brunnen das nöthigeWasser verschaffte, so war es doch, um es sofort den Pferden zu geben, viel zu hart, wes-halb man vor dem Brunnen ein von Steinausgehaueneö Behältniß sehen ließ. Dieses wirddurch ein Tretrad gefüllt, und das Wasser mußacht und vierzig Stunden darin stehen, um esdurch die Luft zu mäßigen« Diese zur Scute-rey gemachte Einrichtung zu LopShorn gab Ge-legenheit, daß man vhngefähr um das Jahr 1690für eine kleine Viehzucht einen Ackerbau daselbstanlegte, wodurch die seht daselbst befindlicheMeyerey ihren Anfang genommen hat.

Die üblen und harten Jahre 1711 und171» verursachten dem Gestüte einen abermah-ligen großen Schaden, indem in dieser Zeit aufeinmahl acht und dreyßig Stuten umkamen.

Nach dieser Zeit wurden die Gebäude zuLopShorn noch mehr erweitert, regelmäßig auf-gebaut, und zu Jagdvergnügungen und zur Stu-lercy bequemer gemacht. Zu letzterem Zweckefind auch noch zwey Cifternen von weitem Um-fange angelegt, wodurch der Mangel deö Was-sers um so mehr gänzlich gehoben ist. Solltewieder Vermuthen, bey einer starken anhaltendenKälte, dieser Mangel dennoch eintreten: so sinddie auf der Pivitz-Heide wohnenden Bauernschuldig, das nöthige Wasser herbey zu fahren.Seit den Jahren 1717 und 1718 wurde dasGestüt wieder merklich erweitert, und man be-mühe« sich durch türkische, arabische und andersausländische Hengste diese Raße zu verbessern.

Durch