Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. Z85

Sobald die Hüllen abgesetzt werden, welchesgemeiniglich am Ende des Monates Septembergeschieht, werden sie vierzehn Tage mir Weizen«kleyen und fein geschnitrenMi Noggenstroh, auchgutem Heu gefuttert. Nach dieser Zeit aber be,kommen sie das vorhin gemeldete Futter. Wennder Winter vorüber ist, und das junge Gra-un Frühjahr etwas hervorkeimt, so werdendiese jungen Füllen in dem Walde nahe beyLopöhorn gehütet und des Abends wieder in dieStälle getrieben, bis am zwanzigsten May;denn an diesem Tage werden sie sämmtlich, so-wohl Stuten als Hengstfüllen, nach Varenholjauf die Weide getrieben. Die Ursache, warumauch die einjährigen Stutenfüllen dahin gebrachtwerden, besieht darin, weil die dasige s.hr trok«kcne und nahrhafte Weide den Wachsthumdieser Füllen sehr beförvcrt. Nach geendigtcrWeide werden die Stutenfüllen wieder nachLopshorn an den Walo gebracht, wo sie dennZeit ihres Lebens dem Gestüte einverleibt bleiben.

Ehe man aber die Füllen nach Varenholzauf die Weide führt, werden sie auf der linkenLende mit dem gewöhnlichen Sennerbrande ver-sehen. Dieses besteht in der Lippischen Rose,über welcher eine Krone steht; unten aber istder Nahme des regierenden Herrn befindlich.Um diesen Brand desto bequemer zu verrichten,wird eine Art eines NothstaUes aufgeschlagen,in welchen daS Füllen gebracht wird. Wenndas Füllen darin ist, so hat er die Figur einesvon Bretern gemachten Kastens, worin dasFüllen weder vor- noch rückwärts kommen kann,und dessen genüge Breite auch die Ausweichungzur Seite verhinoecc. Vorn ist eine kleine Fall-thür, woourch das Füllen mit dem Kopse bisv«c. rechn. «knc.6X.Ll)ei1. Db an