Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Z86 Pferd,

an die Brust kommen kann; und weis dasselbedadurch etwas vorwärts kommt, werden hinterihm zwey, etwa drey Zoll breite, Riegel gescho-ben, wodurch es wie eingemauert stille stehenmuß. Gegen die linke Lende ist ebenfalls einekleine Fallthür, durch welche der Brand verrich-tet wird. Gemeiniglich sind die jungen Füllen,wenn sie ihr Winlerhaar in dieser Zeit nochnicht weggeworfen haben, sehr stark von Haa-ren, wodurch das Eisen nicht gut durchbrennet,wenigstens ist der Brand nach einigen Jahrennicht mehr zu sehen, weshalb die Haare aufder Stelle, wo der Brand zu stehen kommt,mit der Schccre vorher abgeschnitten werden.Das Eisen macht man so heiß, daß es ganzroth ist, und hierauf wird der Brand verrichttet. Findet man, daß die Haut durchgebranntist, so versteht es sich von selbst, daß man einensolchen Fleck mit einer heilenden und kühlendenSalbe bestreicht, welche immer bey der Hand ist-Ist die Haut aber nicht durchgebrannt, (welcheseigentlich auch nicht seyn darf), so geschiehtnichts daran, und der Brand heilt von selbst-Wenn das Brennen geschehen ist, so wird derNothstall vorn geöffnet und das Füllen gehtheraus. Mit diesem Brande werden nun d>eFüllen versehn, die an der Senne von SennesStuten gefallen sind, welche nothwendig von denzu diesem Gestüte bestimmten Hengsten bedecktseyn müssen.

Am Ende des Monates September werden dreFüllen von der Weide genommen, und die b"-tenfüllen nach LopShorn gebracht, die Hengst'füllen hingegen bleiben auf der herrschaftlichesMeyerey Varenholz, wo sie auf die bey jähri-gen Füllen übliche Art ernähret werden. 2Len