Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

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und Freytag dazu festgesetzt. In diesen Tagenbedeckt jeder Hingst zwey Stuten; und zwareine des Morgens vor sieben Uhr, und die an»dere des Abends im Kühlen. Die übrigen Tagein der Woche sind den Hengsten zu ihrer Nutzegewidmet. Es ist hier aber zu bemerken, daßfast alle Stuten ein ganzes Jahr, und einigenoch etliche Tage langer wie ein Jahr tragen,welches von ihrer harren, strengen und kümmer»lichen Nahrung herrühret. Da nun am erste»May der Anfang mit dem Bedecken gemachtwird, so folgt, daß um diese Zeit noch keineFüllen, oder doch nur wenige gefallen sind;deshalb wird mit den gelte gebliebenen Stutenzuerst angefangen. Der Stutenwärter mußmit den Knechten dieselben im Walde aufsuchen,und in die Ställe oder in den Kamp bey Lops«Horn treiben, welches keine leichte Sache ist«Die bey dem Gestüte befindlichen Leute müssendie Gegend und die Gänge der Stuten genaNwissen, und ihnen in dieser oder jener Gegen»zuvor zu kommen suchen; sonst würden sie beydem Treiben von der Seite ausweichen, undum einen Berg oder Wald wieder davon laufen-Wenn nun die Stuten zum Bedecken hes*beygeschasft werden sollen, so kann man diesen^gen, welche man bedecken lassen will, nicht alle«"Herbeytreiben, weil sie sich von dem Haufen, W»*mit sie zu gehen pflegen, im Walde nicht a»'sondern lassen, daher der ganze Haufen,und Trächtige, zugleich kommt. Die Abson»^'rung geschieht hierauf in den Ställen. D>e ,deckt werden sollen, werden bedeckt, und alödankwird der ganze Haufen, wie er gekommen,der fortgelassen und in den Wals gejagt. M»te man auch mit Mühe eine solche Stute v»