Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Z94 Pferd.

zu einer rossigen Stute, so wird die Stute fastjedesmahl von diesem einzigen Sprunge trächtigwerden. Hiermit ist nun nicht gesagt, daß mandie Beschäler, gleich den Karreupferden, täglichquälen und abarbeiten müsse; sondern nur daßsie ihrer Natur gemäß arbeiten sollen. Es istund bleibt der Natur des Pferdes zuwider, im«mer zu fressen, und nicht zu arbeiten. AlleKünsteleien mit den Beschälern sind Dinge, diegar nichts taugen, man gebe ihnen die nöthigeFourage, und lasse sie arbeiten, in der Beschäl«zeit sehe man, wenn der Hengst es bedarf, dieerforderliche Fourage zu, und lasse die Arbeitnur darin bestehen, daß sie zu der Bewegungdes Beschälers gereichet.

Die Senner-Stuten werden mit dem 2ll«ter von fünf Jahren zum ersten Mahle bedeckt,und so wird mit ihnen fortgefahren, bis sie drey«ßig und mehr Jahre haben. Es wird keineStute gelte gelassen, sondern sie werden alleJahre sämmtlich bedeckt, und man läßt es aufdas gute Glück ankommen, ob die Stuten amnehmen oder nicht. Es wird manchem vielleichtunglaublich scheinen, daß eine Stute in ihre"'dreyßigsten Jahre ein Füllen werfen könne; al«lein die Sennerstuten sind von der Art. Ma"wird vielleicht auch der Meinung seyn, baß ma"die Stuten mit dem vierten Jahre ihres Altersschon könne bedecken lassen; dieses mag sEohne Nachtheil geschehen, allein bey den Semnerstuten ist es nicht thunlich. Diese sind n»dem 6ten, ja größten Theils 7 ten Jahre^ausgewachsen, daher man vor dem zten Jahrnicht daran denken darf. Man sollte oft nocyein Jahr länger damit warten, welches av^

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