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Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

Es versteht sich von selbst, daß wir dieStuten eben so, wie die Beschäler, beuriheilenmüssen, und daher müssen wir auch der natürli-chen Eiiuheilung, dre wir bey diesen angenom-men, folgen.

Die innerlichen Eigenschaften einer Stutesind also ihr Temperament, ihre Gelassenheit undanvere sogenannte Tugenden, Gesundheit, Alter,leichte Aufnahme und Befreyung von allen erb-licken Fehlern. Obgleich man der Meinung ist,daß ein Füllen allemahl mehr dem Vater nach-schlachte als der Mutter, so ist es dennoch wahr-scheinlich, daß es in Ansehung des Temperamentsund anderer inneren Eigenschaften sich mehrnach der Mutter bilde. Die Eigenschaften derSlUte verdienen daher viele Rücksicht.

Das Temperament einer Zuchtstute mußnicht zu hitzig seyn, weil die Erfahrung lehrt,d-ß dergleichen Stuten selten viel fressen u>wsaufen, und daher nicht Milch genug haben, ih-re Füllen zu ernähren. Es ist also besser und ge-wisser, eine Stute von kaltem Temperament »uhaben; welches auch der Grund ist, warum voneinem arabischen oder barbarischen Beschäler,mir deutschen Stuten vermischt, schöne Füllenentstehen.

Je gelassener die Stute ist, desto besserFällen hat man von ihr zu hoffen. Zu Zeitenist man aber genöthigt, eine Sture von choleri-schem Temperamente, welche übrigens zur Zuchtvorzüglich gut gebaut ist, bedecken zu lasten, u"din dem Falle ist zu rathen, daß man so viel wiemöglich darauf sehe, einen phlegmatischenschaler mit ihr zu begatten, um Full.n von ge-mäßigt-m Temperamente zu erhalten, welchenicht zu erwarten ist, wenn der B.schäler nuht