Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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4Z0 Pferd.

das Verkohlen woher es wolle, so ist es einedurch viele Erfahrungen bestätigte Wahrheit,daß eine Stute, wenn sie einmahl versohlet hat,es zu wiederholen geneigt wird, und daß dieserUmstand «me Sture ungleich mehr entkräfte,als ver Wurf eines vollständigen Füllens, wiedenn auch eine solche sehr bald zu Grunde geht.Der Fall, daß man einer trächtigen Stute dasFüllen abzutreiben suchen sollte, wird sich wohlselten ereignen , und es würde nur mit Gefahrder Stute geschehen. Sollte es sich ereignen,was Herr von Reißenstein annimmt, wenner sagt: „Manchmahl begehrt man wohl selbstden Saamen in einer Stute vor der Zeit ab« jzutreiben, weil sie entweder von einem schlechtenHengste bedeckt worden ist, oder weil man siezur Arbeit nicht entbehren kann rc.so wäre idennoch zu rathen, die Sture nicht durch ab« !

treibende Mittel zu entkräften, weil es nur zs j

leicht gescheken kann, daß sie nie wieder zu ge- >hörigen Kräften kommt. Man laste sie das Fül«ten zur gehörigen Zeit bringen, und gefallt esnicht, so ist es immer Zeit, es wegzugeben.

Eine Stute muß von allen erblichen Feh-lern frey seyn. Die Blindheit, welche an emeMBeschäler unter gewissen Bedingungen verstattetwerden kann, ist an einer Zuchtstute schlechter-dings verwerflich, weil sie nicht grasen kann.

Wenn man einen Hengst wegen Fehlervom Bedecken ausschließt, so muß eine Stuteum so mehr von der Zucht entfernt bleibest,wenn sie mit Erbmangeln behaftet ist.würde der Frucht, die sie tragt, ihre eige-nen Mängel und Krankheiten durch das Blutnoch eher mittheilen, wie der Beschäler, unv eni