Pftrd. 4U
«bett so fehlerhaftes Füllen zur Welt bringen»wovon cS Beyspiele die Menge gibt. ,
Die äußerlichen Eigenschaften, worunterihre 'Gestalt zu zählen, sind bey einer Stutenicht zu übersehen. Wenn sie groß und mitguten Gliedmaßen versehen ist: so ist sie unterdie vorzüglichsten zu zählen. Hierzu rechnet mani. daß sie einen langen Hals habe, damit siegrasen könne; 2. daß sie weitleibig sey, damitdas Füllen sich bey ihr zu entwickeln Raum ha-be, wovon die Größe desselben abhängt.
Bey dem Leiste einer Stute muß mannothwendig sowohl das Augenmerk auf die Be-stimmung des von der Stute zu erwartendenFüllens richten, als es bey einem Beschäler ver-langt worden. Will man Zugpferde ziehen, sokönnen die Stuten nie zu groß seyn, wenn nurin ihren Theilen eine, harmonische Zusammen-setzung herrschet. Zu Reitpferden wird eineStute vom Mittelschlage den Vorzug vor allenandern verdienen. Die Entwickelung des Fül-lens geschieht in dem Leibe seiner Mutter, undmuß sich nothwendig nach dem Raume ein-schränken. Ist derselbe weit, so kann das Fül-len groß und stark werden, ist er aber enge, sowird nothwendig die Entwickelung und dasWachsthum behindert. Den Beweis sieht manbetulich an den von Stuten und Eselhengstenerzeugten 'Maulthieren, welche desto größer wer-den, je größer und weitleibiger die Stuten sind.Man kehre den Fall um, und befruchte eineEselin mit einem Hengste, welches auch, wiewohlselten geschieht, so wird man eine viel kleinereFrucht erblicken. Berührte die Größe des Fül-lens auf dem männlichen Theil, welcher die Be-gattung verrichtet; so müßte nothwendig das
Maul