4Z2 Pferd.
Maulthier, welches von einem Eselhrngste undeiner Stute gefallen, kleiner seyn, wie das, was zvon einer Eselinn und einem Beschäler gezeugtwäre. Man ist also von der Nothwendigkeit ei-nes weiten Leibes bey einer Stute sehr überzeugtund handelt noch mehr nach Gründen, wennman dabey gern sieht, daß der Leib lang sey.
Eine andere nothwendige Eigenschaft einerZuchlstute muß ich noch hinzufüge», welche dar-in besteht, daß sie einen starken Rücken habe,welchen sie zum Tragen der Frucht bedarf, da-mit sich selbiger nicht zu sehr senke. Man darfkeine zur Zucht bestimmte Stute des Schweiftberauben, weil ihr selbiger höchst nöthig ist, sichdas Ungeziefer auf der Weide abzuwehren.
Von dem Sahe, daß man inländische Stu-ten mit ausländischen Hengsten begatten sollt,ist man hinlänglich überzeugt; aber es entstehtdie Frage, ob man die aus einem wohl eingerich-teten Gestüte gefallenen und erzogenen FüllcUwieder in demselben Gestüte von Generation Z."Generation beybehalten solle, oder ob man scsti- !ge auch mit frischen inländischen Stuten aus >andern Gestüten verwechseln müsse? Diese Fra-ge beantwortet sich von selbst dahin, daß maudie Sturen beständig im Gestüte halten, und st*nur mit frischen Beschälern vermischen dürft,weil gar kein Grund vorhanden ist, welcher ft'^cher Einrichtung widerspräche. Man kann dc>UHerrn von Sind daher nicht ganz beypflichte"-wenn er in dem vollkommenen Stallmeister ftgtt„Die Stuten, welche in einem Gestüte gezognworden, bringen immer bessere Füllen, als ande-re Stuten. Je länger auch die erzogenen Stuftfüllen in einem Gestüte als Füllenstuten gebrauch !werden, desto schöner und feiner fallen die neu-