Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. , 447

Begattung stakt findet, einen Eindruck auf siemachen müsse, wodurch der Neigung zu demBeschäler Einhalt geschieht. Selbst die Gegen«wart so vieler Leute wie sich oft bey dem Be«schalen einfinden, erweckt bey einer oder der an-dern Stute mehr oder weniger Furcht, und störtdie Befruchtung. Will man die oben nachPrizelius vorgeschlagene Art des BeschalenSnicht nachahmen, und soll die Stute aus derHand bedeckt werden: so beraube man sie derHintern Hufeisen, und lasse sie, ohne gespanntzu seyn, bedecken. Man kann sie zuvor probi-ren, ob sie rostig sey, und den Beschäler zulassenwerde, und wenn sie das ist, so schlagt sie nichtboshaft, sondern was sie etwa macht, ist eineCroupade, welche den Beschäler nicht beschädigenkann. Wenn man die Stuten kennt, wozu nurein Jahr Zeit erfordert wird; so lernt man ihreArt, welche sie bey dem Zeugungöaktus anzu-nehmen pflegen, und man sieht es gleich, ob eineStute rostig sey, oder nicht. Diese KenntnißUnd ihre gewohnten Handlungen bey dem Zeu-gungSaktus geben einem vernünftigen Gestätmei-ster die Wege an die Hand, die er einschlagenMüsse, die Stute bedecken zu lassen, damit siebefruchtet werde, und er wird seinen Zweck er-reichen, wenn er den natürlichen Vorschriften sonahe kommt, wie möglich.

Vor dem Beschälen muß die Stute unter-' such; werden, ob sie auch rostig ist. Dieses gibtsie durch Merkmahle entweder zu erkennen, odersie wird durch den Probierhengst auf die ProbeSesehr. Jenes geschieht durch Entlassung einergelblich schleimigen Feuchtigkeit, welche ihr ausdem Gliede rinnet, und Hipp-mamr genannt

wird;