Pferd.
4k;
In solchen Gestüten pflegen sich mehrKrankheiten cinzufindcn, als in Marställcn, undsogar schädliche und ansteckende; es müssen des-halb Krankenstalle im Gestüte vorhanden seyn,wohin Sie krank gewordenen Stuten gebrachtwerden. Zu solchen ist der Platz bestimmt,wovon man allenfalls nur einige Streuen be-darf. Die Krankenstalle müssen so eingerichtetwerden, daß sie an dem äußern Ende des Ge-stütes liegen, und mit andern Stallen keine Ge-meinschaft haben. Jeder Stall muß nur dieGröße haben, daß ein Pferd darin stehen kann;und zu dem Ende führt zu jedem von außeneine besyndere Thür. Mehrere an einander lie-gende Krankenställe werden mit Zwischenwändenvon einander abgesondert, damit die Ausdünstungdes Kranken nicht zu dem neben ihm stehendenkommen könne. Ein solcher Stall ist groß ge-nug, wenn er 6 Fuß breit, und 8 Fuß lang ist.
Die Wohnungen der Leute, welche zumGestüte erforderlich sind, müssen in der Näheder Stalle seyn; doch muß man darauf Be-dacht nehmen, daß die Feuersgefahr so viel wiemöglich vermieden werde. Zu dem Ende ist esgut, wenn zwischen dem Wohnhause und denStällen ein leerer Gang bleibt, wie bey I? zusehen ist, und jn dem Wohnhause darf wederHeu noch Stroh geduldet werden. Nach derAnzahl der Leute, und dem Charkter des Man-nes, welcher dem Gestüte vorgesetzt ist, muß dieWohnung lVI eingerichtet werden, welches einjeder Baumeister nach den Umständen beurthei»len wird. Jn der Figur 6432 ist die Wohnungnur auf einen Gestütmcisier eingerichtet. 2 ist
Wohnstube des Gestütmeisters, und i dieStube, wenn er etwa Besuch bekommt, oder
sein