Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pf-rd. 5,7

daß dieselben mit den Hinterfüßen nie trockenstehen, und an diesen sehr leicht Krankheiten,als z. B. faul« Strahlen, Strahlengeschwüre,angeschwollene Schenkel, ja sogar die Maukedadurch verursacht werden; und ich habe es ofterfahren, daß sich die Eigenthümer solcher Pfer-de, die in einem gebohlten Stalle standen, sehrWunderren, wie es möglich sey, daß ihre Pferdeso viele Krankheiten, und besonders an denHinterbeinen, bekommen könnten. Bey Pferden,die auf Bohlen stehen, wird selbst das Hornder Wände an den Hinterfüßen oft so mürbe,daß der Schmier kaum im Stande ist, ein Eisendarauf zu befestigen, weil das lockere Horn zumHalten der Nagel unbrauchbar ist; und oft er«eignet sich der Fall, -daß ein Pferd das Eisensammt dem mürben Horn, so weit die Hufnägelreichen, abreißt."

> „Das Pflaster der Stande von Feldsteinenist eben so schädlich, wo nicht noch schädlicher,als die Bohlen. Der Urin zieht sich in die, inden Fugen der Steine befindliche Erde, wird inderselben ebenfalls faul, und fähig nachteiligeDünste zu verbreiten. Die Füße der Pferdehaben hier nie einen ebenen Stand, wobey sichdenn besonders die nicht beschlagenen übel be-finden.: . Sie wählen sich auch, mit dem einen -oder dem andern Fuße, wenn sie eine Vertie-fung in dem Pflaster finden, leicht einen Stand,der den Fuß in eine schiefe Richtung stellt.Selbst das Lager ist dem Pferde, wenn ihmnicht «ine vorzüglich gute Streu gemacht wird,mehr Qual als Erquickung, indem fein an sichschwerer Körper, beym Liegen, den Druck vonjedem der so unebenen Steine fühlt. Es wäredeshalb zum Besten dieser uns so nützlichen

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