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Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. 57 z

Horn an den Füßen abgeschnitten, dabey aber auchdahin gesehen, daß der Fuß eine regelmäßige Formerhält. Dieses Zurechtswneiden der Hufe geschiehtin der Folge alle zwey Monathe, sowohl iin Win-ter, als auch im Sommer, wenn die Fohlen auf derWeide gehen.

Sie werden alle Tage sowohl im Stalle, alsauch wenn sie auf dem Hofe gehen, von dem beydem Gestüte stehenden Pferdearzte durchgesehen: undwenn er an dem einen oder dem andern etwas man-gelhaftes entdeckt, so wird dasselbe sogleich aufge-griffen, der Schaden untersucht, und die dienlichenMittel gegen denselben angewendet. Auf diese Artwerden sie den ganzen Winter bis zum Ausgangdes April-Monaths behandelt; alsdan, werden siewieder auf die Weide gebracht. Nunmehr werdendie Hengstfohlen von den Stutfohlen abgesondert,die Stutfohlen unter die zwey, drey und vierjähri-gen Stutfohlen gelassen, und mit diesen auf dieWeide gebracht.

Die Weide, auf welcher sie gehen, besteht ausdrey Koppeln; in diesen drey Koppeln gehn auchdie giisten oder nicht tragenden Stuten. Die Em-theilung der Koppeln geschieht auf folgende Art.Im Anfange werden die Stuten in eine, und dieFohlen in eine andere Koppcs gebracht. Wenn dieFohlen das beste Gras heraus gefressen haben, sowerden sie in die dritte Koppel gelassen, als m wel-cher bis dahin noch keine Pferde geweidet haben.Sogleich, als die Fohlen aus der Koppel, in welchersie zuerst gegangen, heruuS sind, bringt man dieStuten in dieselbe, damit diese das Gras, welchesdie Fohlen nachgelassen haben, abfressen können.Wenn die Fohlen das beste Gras in der Koppel, inder sie sich nun befinden, abgeweidet haben, so wer-den sie in diejenige Koppel gebracht, in der zuerstdie Stuten gingen, weil in derselben das jungeGras wieder nachgewachsen ist. Auf diese Weise er-halten die Fohlen jedes Mahl eine neue Koppel undfrisches Gras, und die Stuten werden gleich nachihnen herein gebracht, um das übrige Gras zu ver-zehren. Zwischen den Stuten gehen die Kühe derGestüt-Officianten, um das in den Koppeln befind-liche geile Gras abzuweiden, welches die Pferdenicht fressen.