Pferd. 595
Der Bauer bringt nun seine Stute ein-mahl zu dem Hengste, da sie vielleicht zu derAufnahme von der Natur noch nicht geschicktist, unterlaßt nun aus Mangel an Zeit undwegen der weiten Entfernung der Beschaiörrer,ste mehrere Mahle belegen zu lasten, und siebleibt auf diese Weise gelte.
Müßte auch, um diesem Hinderniß abzu-helfen, der Staat wehr Beschalknechce halten,mit welchen die Beschäler in mehrere Distrikteverthat würden, so würde doch gewiß der guteFortgang der Pferdezucht diese Ausgabe reichlich"sehen.
Der Vorsteher des LandgestütS muß mitbem Charakter der Bauern bekannt sevn. Es istMcht leicht diese Menschenklasse zu leiten, undl>e von der Nützlichkeit einer Anstalt zu Über-zügen, die selbst ihren eigenen Vortheil betrifft.Die Erfahrung hat den Bauer gelehrt, daß dieMehresten dieser Anstalten das Interesse des Für-zum Grunde haben. Diese Bewegungs-Tründe ahndet der Bauer bey allen Operationenmeser Art. Beo jeder Neuerung die ihm dieLegierung vorschlagt, vermuthet er Absichten,w fein Eigenthum und seine Freyheit beschran-kn, wenn er auch selbst noch keine schädliche»olgen davon sieht. Um nun nicht überlistet zuMorden, widersetzt er sich, ehe er noch geprüfthat. Diese Parthey scheint ihm immer die sicher-zu sey,,.
Ihn durch geschärfte Befehle und Strafenseinem eignen Vortheil zn zwingen, machtA gegen das Ganze mißtrauisch. Er siehtMrde, weil er muß, nicht weil er will, undvhne eigne Neigung des Unterthans, durch des«s<n Betriebsamkeit die Sache gedeihen soll, wird^ Ppa er