Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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<m Monath Februar und April beym Stäbedrrfammelt, wo sich der Beschäler befand.

Vom April bis Juni wurden die Stutenunter der Aufsicht eines in der Pferdezucht er-fahrenen Ossiciers belegt, und nach dem wahr-scheinlichen Zeichen, daß sie empfangen hatten,ihrer Escadron oder Compagnie wieder zuge-schickt.

Hier hatten sie bis zum zehnten Monathdie gewöhnlichen Dienste zu verrichten, nur wur-den sie in den lchten Monathen von raschenBewegungen in geschlossenen Reihen, von Alka-lien, pom Plänkern, von großen Kommando'szurück gelassen; nach zehn Monathen wurden sieüber gar nicht mehr geritten, sondern nur-täg-lich einmahl an der Hand ausgeführet.

Nach der Geburt blieben die Mütter mitihren Fohlen so lange im Stall, bis die Wei-den grünten, und es die Witterung erlaubte,daß sie den ganzen Tag, oder wenigstens nureinige Stunden auögetrieben werden konnten.

Mit einem halben Jahre wurden die Foh-ls" von ihren Müttern getrennt, jedoch bey denMegünenlern gelassen, bis sie es« Jahr erreichthalten. Nach dieser Zeit wurden sie in der«hrmee gesammelt, und an einen bestimmten OrtSebrachr, wo sie so lange blieben, bis sie dreyUnd viertehalbjährig waren.

Dieser Ort war Enyed in Ungarn. Hierblieben sie bis zu der angegebenen Zeit: sodannWurden die schönsten Hengste zum Beschälen fürdas Land- und Militairgeftüte ausgehvbcn, diebesten Wallachen und Stuten an ihre Regimen-ter vertheilet, und die schlechtesten davon verkauft.

Dieses Institut ist theils wegen der stetenstiege, in welche der Oesterreichische Staat ver,

wickelt