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Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. 619

daß die Gerste in Ansehung ihrer nährendenKraft dem Rocken am nächsten kommt.

Die Gerste steht übrigens auch in dem gu-ten Ruft, daß sie für engbrüstige und leicht zumSchwitzen geneigte Pferde ein sehr diensameöFutter sey; wie es denn übrigens auch bekanntist, daß die Araber, wo bekanntlich die schönstenPferde gezogen werden, ihre Pferde bloß mitGerste füttern. Da die Gerste nun an denmeisten Orten gegen andere Getreidearten vcr-hältnißmäßig in einem ziemlich niedrigen Preisesteht, so würde es auch aus diesem Grunde rath,sam seyn, sie zum Futterkorn für die Pferde zuWahlen.

Auch die Kartoffeln hat man zum Pfec,suttec angewendet. Die vielen mehligen Theile,welche dieses Gewächs enthalt, geben von ihrernährenden Eigenschaft einen guten Beweis, zu-mahl da die Erfahrung lehrt, das; fast alle übri-ge Vieharten mit Kartoffeln nicht bloß ernähret,sondern auch gemästet werden können. Nur istZu bemerken, daß bey einer Fütterung der Art,eben so als wenn man die Pferde mit Mohr-rüben unterhält, welche sie auch sehr gern fres-sen, die Zahne sehr bald mit einem dicken Schleimbelegt werden, welcher den so sehr reinlichenPferden lästig wird. Um dieses zu verhindern,und vielleicht auch eine innere Vccschleunungzu verhüten, darf man ein Pferd, nicht ganzmit solchen Gewächsen unterhalten, sondern mußsie mit rauchem Futter vermischen.

Bey den meisten anderen Thieren, welcheman mit Kartoffeln ernähren oder mästen will,müssen die Kartoffeln vorher gekochc und weichgemacht werden. Dieses ist aber bey Pferdennicht nöthig, sondern die Kartoffeln, dürfen nur