Pferd. 627
gleich kommen, wenn er denselben nicht garübersteigt.
Diese Gründe werden hinreichend seyn, ei«nen jeden Landwirth zu überzeugen, daß er kei-ne Ursache habe, seine Stallpferde mit Gras-pferden zu verwechseln, zumahl da nan>-lichbey mehreren Pferden auch mehrere KnechteUnd Wagenwerk gehalten werden müssen. Miteinem Worte, er wird Gefahr laufen, seine bis-herige Last, die er von den Stallpferden hatte,eher zu vermehren als zu erleichtern. Nur indem einzigen Falle kann eZ gebilliget werden,Graspferde zu halten, wenn ein Landwirth austriftigen Ursachen solche statt der Zugochsen imPfluge gebrauchen will. In diesem Falle kannein GraSpferd in den Ackerarbeiten sowohl alsauch bey anderen Wirthichaftsgeschafren, beson,bers im Winter besser gebraucht werden als einOchs, und die Unterhaltung eines solchen Pfer-ues wird alsdann auch leichter fallen, weil alleNahrhafte Abgänge des Getreides, die sonst fürbie Ochsen bestimmt waren, für das Pferd ver-wendet werden können. Doch kommen hierbei)Wieder noch andere Rücksichten in Betracht,"ahmlich ob es Vvrtheilhafter sey, Ochsen alsPferde zu halten; und man wird besonders dasfür die ersteren sagen können, daß man «nenalten Ochsen fett machen und verkaufen oderschlachten kann, statt daß ein Pferd alsdannganz ohne Werth ist. —
Gibt es aber keine Mittel, wodurch dieKostbarkeit der Stallpferde in Ansehung desHartfutters, wenigstens im Sommer, etwas ge-wildert werden könne, ohne daß die Pferde da-leiden, und an Kräften abnehmen? Diese»rage kann man mit ja beantworten, und man
Rr 2 kann