Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. 6z;

dern erstreckt sich auch auf die inneren Kräfteund die Brauchbarkeit des Thieres. Ein stetsrein gehaltenes Pferd gedeihet weit besser, alsein mit Staub und Unflarh bedecktes, und er-hält sich also auch viel besser bey Kräften. Dersich auf die Haut legende Staub macht beyden Pferden, die die Reinlichkeit sehr lieben,eine unangenehme Empfindung, bey der sie nichtöedeihen können, besonders wenn der sich in denStaub ziehende Schweiß scharf oder fressendwird. Da sie nun so oft und fast täglich bis. zu,,, Schwitzen arbeiten müssen, so kann manes sich leicht vorstellen, wie sehr sie hieran lei'-den, wenn man es an dem Striegeln und Pu-Hen fehlen läßt. Man muß deshalb die Knechte. wit Nachdruck zu der Reinigung der PferdeEhalten.

Es ist nicht genug, daß die Pferde nurdes Morgens geputzt und vom Staube gesäu«bert werden. So oft sie getrieben worden sind,und-an eben dem Tage noch wieder angespanntwerden sollen, ist es nöthig die Striegel und^arcetsche zu 'gebrauchen. Faule und untreueknechte, welche dem Herrn ein Blendwerk Vor-wochen wollen, pflegen sie bey der zweyten An-spannung nur bloß mit einem nassen Lappen zuüberwischen. wornach oieselben in der ersten habbey Stunde glatt und glänzend aussehen, soman glauben könnte, sie seyen ordentlichbeviltzt. Ein aufmerksamer Landwirth kann die-ses zwar auf mancherley Art bald entdecken;öey der Königlich Preußl. Cavallerie ist in die-ser Hinsicht indeß eine Methode eingeführt, beywelcher es nicht verborgen bleiben kann, ob diePferde wirklich geputzt worden sind oder nicht.Der Reuter oder Dragoner muß nähmlich dem

täglich