Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

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der Verfasser dieser Nachrichten, war selbst Zeugegewesen, daß sechs spanische Pferdejager einenHausen von zweytausend Pferden auf ein gro-ßes Landgut getrieben, und diese ganze Schaue-für einige Ellen von wollenem Zeuge verkaufthaben. Viele Tausende von diesen Pferden wer»den täglich bloß um ihres Fettö willen getödtet,womit die Häute von Hirschen bereitet werden.Die Indianer brauchen die Pferde nicht bloßzum Reiten, sondern auch zur Nahrung. So«wohl die Spanier, als die Indianer sind, wiedie Hirtenvölker in Asien, und selbst die ange-sehenen Morgenländer in den Städten bestän-dig zu Pferde, und machen zu Fuß auch nichtden kleinsten Weg oder Besuch in der Nachbar-schaft. Die amerikanischen Pferde sind langenicht so kraftvoll, als die Europäischen, undman kann niemahls ein Pferd, das man desMorgens geritten hat, des Nachmittags wiederbrauchen. Wenn daher ein Reiter eine Reisevon mehreren Tagen mache« will, so muß er be«ständig 4 Reitpferde zum Abwechseln bey sichhaben. Bey dieser Kraftlosigkeit aber sind dieseDferde härter, als die schönsten Pferde unseresErdteils, und auch viel geschickter und fähiger,d>e stellst«» Berge und Felsen mit unglaublicher^wschwindigkeit hina» und hinab zu rennen.Wenn die Chüienser fliehen, so drehen sie sichunter den Bauch des Pferdes, um durch dieAcste von Bäumen und Gesträuchen, zwischenwelchen sie durchstiegen, nicht verletzt zu werden.

Beschreibung desMarstall« deStürkischenKaisers.

Die zum Marstalle des türkischen Kaiser«gehörigen Ställe nehmen einen sehr großen

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