Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

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Raum im Umfange des Serails ein. Eine An-zahl von zzoO Leuten werden zum Dienst desMarstalls gekraucht. Die Zahl der MarftallS-xserve. welche zum Dienste des Kaisers und sei«ner Suite erfordert werden, belauft sich imGanzen auf Zooo Pferde; welche Anzahl wedervermehrt noch vermindert werden kann, denndieses ist ein Gesetz oder Gewohnheit.

Auf der linken Seite des zweyten Vorhofsder Küche gerade gegenüber, ist des Kaiserskleiner Marstall, in welchem nur zro bis zoauserlesene Pferde stehen, die allein zu dem per-sönlichen Gebrauche des Grosherren bestimmtsind.

Ueber diesem Leibmarstall hangen in gro-ßen Sälen die dazu gehörigen Sattel, Decken,Zaume und übrigen Pferdezierrathen, die wegender vielen und kostbaren Edelgesteine und derwahren orientalischen Pracht von unschätzbaremWerthe sind. Ein einziges dieser Pferdezen^kostet gegen io tausend Pfund Sterling, alsoüber hunderttausend Gulden.

Die großen Ställe stehen der Lange nachan dem Kanal, der an der Mauer des Serailsvorbenläuft, hin. Sie sind sehr gut versehtrmd niemahls ist ein Platz darin leer.

Der Kaiser hat daselbst vortrefflichede, die er im Kriege oder bey prächtigen Aus-zügen gebraucht, wenn er den Fremden tue.„Herrlichkeiten und Größe seines HoftS ze>S^*null, auch macht.er zuweilen Geschenke an fre""de Monarchen, oder an die Gesandten u. s-' ^l'tDie Pferde sind entweder Wallachen odeHengste. Stuten hat der Kaiser nicht in-n irem Lelbmarsiall.

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