Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

Neue Fütterung für Pferde iy England.

Die neueste Entdeckung in Ansehung derPferdefütterung in England ist folgende, dieauch manchem deutschen Landwirkh angenehmseyn muß. Man hat nähmlich in England durchniedrere Versuche gefunden, daß man zum we-nigsteu die Halste der gewöhnlichen Unkosten er-spart, wenn man die Pferde, welche arbeiten,und zum steten Zug und Feldbau gebrauchtwerden, mit Turnipsen (Burgunderrüben, Ran-gerschen) füttert, noch mehr lehrte die Erfah-rung, daß diese Pferde sich dabey besser befin-den, als bey anderin Futter sie werden nichtso leicht zu fert, ihre Haare bleiben imn>ekglatt, und sie sind den Winterkrankhciten we-niger ausgesetzt. Die darüber gemachten E>'fa^rungen sind folgende: Ein Edelmann in derGrafschaft von Nottingham hielt in den letzenWintern fünfzehn Zugpferde, futterte sie bloßmit Turnipseu, und gab ihnen daben ganz we-nig Heu und gar kein Getreide und Hafer«Ob sie gleich beständig arbeiteten, so behielte"sie doch ein gutes Aussehen, und waren vorjüS-sich ganz gesund. Ein Edelmann zu LeicesterM"hielt noch mehrere Zugpferde, als der vorbeiia""*te, fütterte sie auch den ganzen Winter übetmit Turnipsen, und ersparte dadurch nacheigenen Aussage 120 bis rzo englische Vier"Hafer. Die Pferde befanden sich bey anhalten-der Arbeit gleichfalls ganz wohl.

Die Art, wie man die Turnipsen dePferden füttert, ist folgende: Man schneiddie Rüben oben und unten ab, wäscht sie a>dann, stößt sie in einem Troge zu kleinen St»ken (einige schneiden sie auch, » her dieses ist ^