Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
Seite
766
JPEG-Download
 

766

Pferd.

Zu Aristophaneö Zerren kostete in AtheUein Pferd zum Wettrennen täglich Miethgeld

Mienen oder 1202 Drachmen, oder tO 8 oLivres.

Die deutschen Weiden und Wiesen undderen gutes Futter waren schon zu den Zeitendes Plinius vor allen andern berühmt.

In den Pferdestallen halten sich nie Wan«zen auf, und wenn auch Bettladen, worinWanzen sind, in einen Pferdestall einige Zeitgestellt werden, so weiche« sie aus selbigen odersterben. Vermuthlich ist ihnen der Geruch derPferdeausdünstung zuwider, und die Erfahrunghat gezeigt, daß wenn man Pferdedecken, worinsich der Schweiß recht eingezogen- hat, in Bet»len. worin Wanzen sind, legt, sie ebenfalls rvei«chen oder sterben.

Am Senegalfluß machen die Vornehmendes Landes ihren Königen' statt der Zölle jahrluche Geschenke von Pferden und Pferdegeschirren,die daselbst eine Seltenheit sind, und daher ingroßem Werthe stehen. Die Pferde in dies"?Negerlande stehen in den höchsten Preisen, weilman sie mit vielen Schwierigkeiten erhält, iiudem sie zu Lande aus der Barbaren mit denArabern und Azanaghis kommen. Wegen dergroßen Hihe aber leben sie nicht lange, indemsie so fett werden, daß der größte ?heil an ei«ner Verhaltung des Urins stirbt. Das Futter,welches man ihnen in diesem Lande gibt, bestehtaus Blattern der Bohnen, die an den Pflanzenübrig bleiben, nachdem die Bohnen eingesammeltsind. Diese werden klein geschnitten, wie Heugerrocket. und den Pferden gegeben. Man ä>btihnen auch Hirse, wovon sie fett werden. E>UPferd sammt dem Geschirr wird- nachdem es