Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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und werden mit 40 bis 60 schweren Thalernbezahlt. In neuern Zeilen galten sie fast dasdoppelte. Die ersten Pferde sind aus Persiennach dem Cap gebracht worden, sind aber inzwi-schen sehr aus der Art geschlagen. Damahlsmachte man die Verordnung, daß kein Land-mann ein altes untaugliches Pferd mehr todmachen durfte, welches auch bis jetzt noch nichtaufgehoben ist. Pferde fand man bey den Lan-deseinwohnern ehemahls, ehe solche aus Persiendahin gebracht wurden, gar nicht. Jetzt hatmancher Landwirth eine Stuterey von 40 bis62 Stück Pferden. Auf die Pferdezucht ver«wendet aber der Kolonist keinen sonderlichen8W- Ihm gilt es fast gleich viel, ob eine Stuteträäuig ist, oder yicht, denn er hat Pferde undWeide genug. Jeder halt für sich und seineArau und seine erwachsenen Kinder einige Reit-pferde, diese haben aber vor den Zugpferdenweiter nichts im Voraus, als daß sie überNacht in den Stall getrieben, gefüttert undangebunden werden, und wenn man eine ReiseUnternehmen will, Abends und Morgens vorheretwas Gerste bekommen. Auf der Weide bindetman einem, wie dem andern, einen Strick umden Hals, mir dem man den linken Vvrdern Fußso wert in die Höhe zieht, daß das Pferd ent-weder nur^ auf dreyen gehen, oder den Kopf >otief herunter lassen muß, daß es auch zur Nochmit dem vierten schreiten kann. Dieß geschiehtdeswegen, damit sie sich nicht zu weil entfernen,und auch wieder leicht eingefangen werden kön«nen. Nur wenige Bauern halten sich Wagen-pferde, weil die Sclaven mit diesem Fuhrwerknicht gut umzugehen wissen. Als Zugpferde ge-braucht man sie gewöhnlich in der Capstadl und

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