6
D i e Urzeit.
gründliche Tiefen , dunkle Seen und unermeßliches Ge-rolle, Urwald und Sumpf!
Aber auch darinne noch, zahlen Jahrhunderte kaummehr, als die flüchtige Stunde, wie lange nach jenemAblauf und Durchbruch, als Erde, Wasser und Lüf-te sich fest und ernstlich geschieden >) als die Abdachun-gen der steyerischen Berge aufhörten, jenes großenLandsees südliche Ufer zu seyn, der Schlamm und diegiftigen Nebel den Boden bedeckten, langst nicht mehrbekannte Ungethüme ausgohren, undurchdringliche For-ste sich hoben , Wildseen ausbrachen, unterirdische Ge-wässer fortbrüllten, der e e t i schen H e i lqu e ller)Wunderbronnen zum ersten Mahle heiß emporstrudel-te, bis der erste Flüchtling oder wandernde Stammhier seinen Schritt aufhielt und vorerst unstäte, dannbleibende Sitze nahm!
Dieses Dunkel dauert fort, beynahe bis die Rö-mer über die Alpen herauf, an die Donau und ausGallien, über den Rhein, hierher ihre Adler getra-gen , hier gesiegt und nach ihrer Weise, wo sie g e-siegt auch gewohnt haben! — Wie wenig istes, was wir finden in den Hellene» und selbst in denRömern über die ältesten Geschicke dieser Umgegend?■— Der griechischen Freyheit Abgesandter andieUber-winderinn Carthagos, der Freund der Scipione», derunterrichletste Mann seiner Tage, P o l y b, ver-bürgt es Uns ausdrücklich, Alles, was seine Zeit wuß-te von dem ganzen ungeheuern Erdstrich zwischen Nar-bonne und dem Tanais, zwey Enden Europas, inseinen Büchern verzeichnet zu haben. — Nater Hcry-