Band 
Erster Band.
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i n Bojenhe im.

Geiste, nur der Geburt nach ein Barbar, nicht anBildung. — Kein Aufruhr, keine finstern Rankegaben Stab und Schwert des Befehls in seine star-ke Hand, sondern der Deinigen allgemeiner Zuruf.Er zog sich ferne von der Römergränze des Rheins,ins innere Germanien zurück, dahin, wo er, auchgegen Mächtige, immer noch der Mächtigsteblieb! —Rasch unterwarf er die benachbarten Volker,seinen unwiderstehlichen Waffen oder seiner Staats-klugheit. Er erhob sich eine Königsburg und Stadt(Bojohemum, in andern Lesarten , Boviasmum, Bu-bienum, Maroboduum) umgab sich mit einer Leib-wache , unterhielt beständig 70,000 wohlgerüsteteGermanen und 4,000 Reiter. Unaufhörliche Fehdenmit den Nachbarn gaben diesen, Übung der Waffenund Erfahrung des Krieges. — So schnell hatte erin diesen Wäldern ein mächtiges Reich gegründet,daß Rom selber, der Erde Herrinn, darüber aufsich-tig ward, zilmahl seine ganze Haltung, nicht so fastauf die Gegenwart, als auf eine weit aussehende,weit umgreifende Zukunft berechnet schien. —Roms Politik nahm er zur Richtschnur und brauchtesie zur Waffe wider Rom. Er reitzte es nicht zumKriege, gab aber deutlich zu verstehen, daß er ihnnicht fürchte! Seine Gesandten sprachen von Marbodzum Imperator der Römerwelt, nun wie von einemBittenden, nun wie von seines Gleichen. — Völ-ker, des Römerjoches müde, Flüchtlinge aus den Pro-vinzen, suchten bey ihm nie vergebens, Schutz undBeystand. In der neu eingenommenen Stellung er-