Band 
Erster Band.
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Hermann ȟb Marbod. 7Z

nicht ins Innere des Reiches, sondern siedelten siean, zwischen der March und der Waag, unterdem Q.uadenkönig V a n n i u s. Andere halten den Ma-rus des Tacitus (Maris des Herodot? Marisus desStrabo?) für den Marosch und den Cusus, für denKorosch. Die Lage streitet eher für March und Waag.Jene mündet C a r n u n t u m gegenüber in die Donau,diese ohnfern Comorn, gegenüber dem alten Brege-t i o. Dreyßig Jahre dauerte des Vannius Herrschaft,da verführte auch ihn der Königsstolz. Dem Mißvergnü-gen gaben die Römer Worte und in Vannius eige-nen Neffen, Sido undVangio, kriegeslustige Häup-ter. Der alte Hermundure Vibill trat zu ihnen. —Vergebens rief Vannius Roms Hülfe an. Alles waser für so lange Treue erhielt, war, daß Panno-niens Prafekt, Attilius Hister, mit der Flotille aufder Donau erschien, den Vertriebenen aufzunehmenund daß die Legionen am Ufer sich zeigten, damitdie Lygier und Hermunduren, vom Ruf der reichenSchätze Vannius gelockt, von weitern Raubzügenabgeschreckt würden. (I. 5 o n. Chr.)

Vangio und Sido herrschten nun friedlich undunterwürfig; der eine, scheint es, über die Marko-mannen , Sido über die Quaden ? mit denen er ( 1 .69)den schlauen, haushälterischen Vespasian gegen denLüstling Vitellius unterstützte. — Seit MarbodsFall wurden Quaden und Markomannen unter dieLegionen aufgenommen, um sie zugleich zu ehren undzu schwächen. Wir lesen späterhin: unter dem Herzogder Thebais , das erste Geschwader der Quaden.