großen M a r k o m a n n e n k r i e g. 77
nauufer, Vindobona und Carnuntum gegenüber sa-ßen, einen König gab, sagt uns eine bekannte Mün-ze (rex Quadis datus). Aber es geschah ohne Krieg.Es lag im gewöhnlichen Laufe der Dinge. Oft ver-mittelte er den innern Zwiespalt der Barbaren, weitmehr darauf bedacht, des Reiches Würde zu behaup-ten, als seine Gränzen zu erweitern.
Der m a r k 0 in a n n i s ch e K r i e g. — DasHaupt-lager C a r nu 11 tu m. — DieWunderschlachtmit den Q u a d e n, angeblich im M a r ch-f e l d. — M a r e - A u r el stirbt z u V i n d 0 b 0 n a.
Unter M a r c-A u r e l brach endlich der große Kriegaus, der sehr mit Unrecht der M a r k 0 m a nn e n k r i e gheißt, denn alle Anwohner des linken Donauuferswaren Markmannen, G r ä n z e r der Germania magnaan Norikum und Pannonien und gerade die vordersten,die Ouaden und die Markomannen waren am meistenverweichlicht und mit den Römern vermengt, durch Han-del und Wandel, durch Dienst und Verführung. Siewaren auch an Zahl und Macht bereits geschwächtdurch die vorhergegangenen Fehden. — Die rückwär-tigen nordöstlichen Nationen mußten diese gesunkenenDonauvölker erst wieder aufrütteln aus dem knechti-schen, weichlichen Schlummer. — Was vor mehr alsanderthalb Jahrhunderten durch der Pannonier Vor-eiligkeit und durch Marbods Eifersucht wider Her-mann mißlungen, schien sich jetzt auf einmahl zu ver-