Der markomannis che Krieg.
wirklichen , ein allgemeiner Krieg, ein großer D o-naubund. (— Rheinbund klang niemahls gutfür die deutsche Sache und doch rief dort der Bataveredler Netter Civilis mit der heiligsten Beschwörung:Rhenum ct Germaniae Deos in aspectu, quo-rum numine capesserent pugnam, conjugum,parentum, patriae memores!) Eine ganze Reihevon Völkern, gewandt und wild, schrecklich im An-griff, furchtbar im Fliehen, unermüdbar, leicht er-schlich, ruhelos im Streit, ruhelos im schnell wiedergebrochenen Frieden, that den ersten blutigen Ver-such der großen Völkerwanderung, (I. Chr. i6g)als der Krieg in Asien die Donauprovinzen entblößthatte. — Markomannen, Quaden, Jazygen, Na-risker, Hermundurer, Sueven, Sarmaten, Bu-rier, Latringer, Victovalen, Sosiben, Sicoboten,Ropolanen, Alanen, Bastarnen, Castobochen, Van-dalen. — Diese Stamme werden beynahe von jedemder Alten mit andern Nahmen bezeichnet, oft sinddie einen, collectiv unter einem andern begriffen. —Bezeichnend ist auch, daß in diesem Kriege der ganzeunbezähmte Drang, gerade durch Pannonien und dasöstlichste Norikum auf Italien lostobte, Vindelicienund Rhärien allem Anscheine nach gar nicht berührend.
Rom selber war durch schauderhafte Vorzeichengeschreckt, durch Erdbeben und Flammen, durch Hun-gersnoth , Seuchen und Luftbilder. Selbst Marc-Aurels stoischer Gleichmuth war tief erschüttert. Ersuchte die ältesten gottesdienstlichen Gebräuche wiederhervor, er befragte die Wahrsager, er opferte nach