mit den O. u a den rc.
63
der Kaiser dem Christcngotte, wenigstens dieselbeGerechtigkeit wiederfahren ließ, wie den Bewohnerndes Olymp. Aber spätere, grausame Befehle gegendie Christen machen es sehr zweifelhafte — Dichtgedrimgr auf einen engen Raum, von der Sonnen-gluth versengt, gepeinigt von Hunger und Durst,todesmatt durch die unaufhörlichen Anfalle der Bar-baren , hielt die Römer, nur die Ehre der Adler, nurd es Kaisers Gegenwart ab, die Waffen zu strecken.Da verfinsterte sich urplötzlich der Himmel und Stro-me warmen Regens fielen herab. Die Augen gegenHimmel gewendet, fingen die Romer das Wasser mitdem Munde auf, tranken es gierig aus den Helmen,von den Schilden, labten ihre Rosse. — Im Augen-blicke des Platzregens begannen die Barbaren, denenvielleicht Sehnen und Bogen schlaff geworden, dasHandgemenge. Die lechzenden Römer kämpften undtranken zugleich; die O.uaden drängten immer unwi-derstehlicher. Da fiel unter einem, Wasser und Feuervom Himmel, unaufhörliche Blitze und furchtbareDonnerschläge, aller Zorn der Elemente schien nurauf die Quaden zu fallen und der Römer milde zuschonen! Mitten im Platzregen sehnten sich die Barba-ren nach Wasser, denn der Regen schien wie prasselndesOhl die Flammen an ihren Leibern und Thierfellenzu mehren. Sich selber schlugen sie Wunden, umden markverzehrenden Brand auf ihrer Haut zu lö-schen! Zahlreich fluchteten sie zu den Römern, zurRettung vor dem entsetzlichen Grimm unbekannterMachte. — Marc- Aurel that dem Würgen Einhalt
6 *