g 2 Gothcn , Franken, Alle m anne n.
Belagerung Aquilefas ermordet. (I. Chr. 238) Jetztwar an der untern Donau, am eigentlichen Ister ei-ne blutige Buhne des Angriffs und der Gegenwchre.Gordians Mörder, der Araber Philipp erlag dem Hel-den Decius. Nicht eigner Ehrgeitz setzte diesen ausden Thron. Mösiens rebellische Legionen, machten den,der zum Richter und Rächer gesendet war, zumMitschuldigen, ihm nur die Wahl lassend zwi-schen dem Tod und dem Purpur. — Schnell rief ihndie Tuba gegen das Volk, das in der Folge das Ca-pital in Asche legte und in den drey herrlichsten Pro-vinzen Roms Übermacht gewann, in Spanien, Gal-lien und Italien, wider die aus den Denkmahlen der daci-schen Siege Trafans der Größe Roms hohnsprechendenG o t h e n. — In den Sümpfen um Forum Terebroniientstand ein neues Teutoburg. Das Heer ging verlo-ren, der Kaiser und sein Sohn mit. Selbst DeciusLeiche war nimmer zu finden. (I. Chr. 25 i) SeinNachfolger Gallus kaufte den Frieden schmachvoll undgleichwohl umsonst, denn wetteifernd mit einer furcht-baren Seuche, verwüsteten die Gothen, Pannonienvon einem Ende zum andern und hie und da unter-lagen selbst starkbefestigte Orte ihrem Grimm. Schwer-lich entging Vindobona diesem allgemeinen Unheil.
Dem Gallus und Ämilian, folgte V a l e r i a n,Präses im Norikum und Rhätien (I. Chr. 25i) —In ihm hatte Decius der Censoren altes, ehrwürdi-ges Amt wieder erweckt: ein eben so ohnmächtigesMitrel wider das allgemeine Verderben und den un-aufhaltsamen Fall, als Marc-Aurels Zuflucht zu den