io2 Theilung der N c i ch sv c r w a l t u » g
waren die sieghaften Germanen schon vorgedrungen aufdem ämilischen und flamiuischen Wege, so nahe schonihrem Ziel, die Gebierherinn der Welt, zu demüthi-gen, zu plündern, zu zerstören! — Aurelian erfüll-te die Legionen mir jenem Geist und mir jener Kriegs-zucht, die einst, auch nach längerer Verweichlichung,die Scivionen, Marius und Cäsar wiederhergestellt!— Bey Fano glaubten die Alemannen, auch noch einmächtiges Schattenheer in den Lüsten gegen sich strei-ten zu sehen und die Niederlage war so entscheidend,dasi in der dritten Schlacht bey P a v i a, nur mehrflüchtige llberreste zu vertilgen waren. — Auch Rhä-tien, auch Vindelicicn, war wiedergewonnen und be-ruhiget. .
Seine besten Kaiser in der Zeit des Verfalles,erhielt Rom aus Pannonie» oder Jllyrikum: Decius,Claudius, Aurelian, Probus, Dioclerian ! — P r o-bus, welcher dem, in seinem Lager bey Byzanz er-dolchten Aurelian und dem , in wcnigen Monathen ausgleiche Weise hinweggeräumten Tacitus nachfolgte,war am Nil und am Euphrat, am Rhein und ander Donau, durch gleichen Heldcnruhm ausgezeich-net. Er überwand die Jsaurier, machte den Gotheudie Bundeserneuerung wünschenswerth, brach derge-stalt die Macht der sarmatischen Stamme, dasi er oh-ne fernern Krieg, Alles von ihnen erhielt, sicherte Gal-lien gegen die Franken, Burgundionen und gegen dieLygier, jene vom Tacitus so furchtbar geschildertenSöhne der Nacht! Für jeden Barbarenkopf gab Pro-bus ein Goldstück, trieb die Germanen über den Nc-