HO
A uguste u nb Cäsar».
Hofsitte ein, forderte die Anbethung, vermindert»und erniedrigte die stolzen Präcorianer und setzte anihre Stelle illyrische Veteranen (Jovianer und Her-kulianer,) nach den Golternahmen, welche die bey-den Auguste sich selber beygelegt. — Sehr treffend,sagt Gibbon: was Augustus und was Diocle-tian gethan, ging Beydes auf Täuschung. 'Au-gustus trachtete, seine unbegränzte Macht zu ver-bergen, Diocletian sie zur Schau z u st e l-len und aus dem einen und dem andern Spiel, wargewiß das erstere männlicher und edler! — Machtund Pracht und Theilung, waren die Angelnvon Diocletians System. Die Pracht sollte blen-den , die M acht sollte stärken, die Theilungsollte dem Mißbrauch zuvorkommen! —Aber wo so ern-ste Übel so lange geivurzelt haben, ist der verzöge r-t e, ist der minder schreckliche Ausbruch, leiderdas h o ch st e E n d z i c l, selbst hervorragender Geister!
Den von allen Seiten auf das unermeßlicheWeltreich losstürmenden Barbaren, waren freylichdie Kräfte eines einzigen Mannes, auch die größten,auch die besten, nimmer gewachsen. Der Ehrgeitz,der so oft von ihren Truppen, aus niedrigem zumhöchsten Stande emporgetragenen Feldherrn, warunendlich erschwert, wenn sie nun , statt eineseinzige», vier Cäsar» zu überwinden hatten!Die Edicte gingen in allen Provinzen, im NahmenAller aus und dennoch, (so verpönt scheint in gro-ßen , kriegerischen Skaaccn, jede Abirrung von derstrenge monarchischen Form,) erlebte Diocletian,