Band 
Erster Band.
Seite
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Constantius/ Alleinherrscher. if\

wider Magnentius und zu freundlicher Zusammen-kunft in Sirmium. Vetranio erschien mit Uber-macht; aber seine Truppen waren schon verführt. Derrauhe, fast einfältige Alte war ein schlechter Redner;Constantius schön, schlau, im Purpur geboren! Dasganze Heer trat unter stürmischem Jubelruf zu ihmüber. Dem verlassenen Vetranio gönnte er ein rei-hendes Asyl mit reichlichem Jahrgelde. — Den Ty-rannen Magnentius schlug er bey Mursa (Essek)aufs Haupt. Dieser überaus blutige Tag , war der letzteder alten römischen Kriegesmachr. — Bald fiel Mag-nentius in das eigene Schwert und noch einmahl er-kannte die Welt in Constantius einen einzigen Ge-biether. — Der unfähige Cäsar Gallus erzwäng durchblutige Gewaltthätigkeiten, daß er zur Verantwor-tung gerufen, zu Pettau durch Barbatio in Ver-haft genommen, zu Pola hingerichtet wurde. DesGallus Bruder Julian, war nun vom Kaisergeschlech-te allein noch übrig, in Widerwärtigkeiten aufgewach-sen und genährt mit dem Brote der Trübsal, geflo-hen von Allen, welche Einfluß hatten, oder nachEinfluß strebten, nur getröstet durch die einsame Le-sung der alten Griechen und Römer und durch denZuspruch von Männern, denen das Andenken deralten Größe über Alles ging, denen die ganze Gegen-wart ein Gräuel war. Kein Wunder, daß der, Con-stantius ganzes Haus und was von ihm herrührte,herzinnig hassende Julian, nur dort Rettung suchteund neu bauen wollte, auf Grundlagen, welche dieJahrhunderte längst verwittert und aufgelöst hatten,