in Ungarn und Böhmen. io 5
dadurch, daß auf dem Zuge von Znaim nach Preß-burg, der zwey Kronen auf ihr Haupt sehte/ desVaters Leiche (er starb am 9. December 1437)und die feindliche Mutter als Gefangene, ihreBegleiter gewesen stnd.
Ungarns Herrschaft war Albrechten durch die Tür-kengefahr, jene Böhmens durch einen neuen Bürger-krieg verbittert, in welchem der von ihm zum Statt-halter verordnete Cilly eine verratherische Rolle spiel-te. Wir haben gesehen, wie mitten in diesem Ge-wirre, in den unruhvollen Jahren »436 und 1439,von Schlachtfeldern und von Belagerungen aus, Al-brecht seines geliebten W i e n gedacht und als lebte erim tiefen Frieden seiner Burg, für Recht und Sitte,Handel und Gewerbe, Gesetze gab, wie, nachdemihn auch die Deutschen zu Sigmunds Nachfolger er-kohren, er auf dem Nürnbergertage, für Landfrieden,Reichsgericht, Epecutionsordnung und Kreis-Ver-fassung sorgte. — Wie Sigmund und Barbara zu man-chen geheimen Zwecken, meist zur Aufrechthaltung dessinkenden Ritterthumes, oder um durch eine gewaffneteVerbrüderung, sich den Sold zu ersparen, den D r a-ch e n 0 rde 11, so stiftete Albrecht (16. März i 433 )den Orden vom Adler, mit der Devise: „thue recht,scheue Keinen!” zur Bekämpfung des sich mächtig auf-bäumenden religiös-politischen Fanatismus. —i 458 ,* 4 - Juny that er Bürgern und Rath zu Wien seineWahl, seinen Einzug in Prag und die nahe Krö-nung kund und both in einem zweyten Schreiben dieBürgerschaft und seine Getreuen auf, da der Poh-