Der Wiener Rache an Oberlaa. n
der Rath bemächtigte sich der Rädelsführer, gab dieBriefe, setzte die Neririebeiien wieder ein. Die Wie-ner, bange, diese Bewegungen mochte» den Kaiserneuerdings ungünstig gestimmt haken, schickten wie-der Gesandte nach der Neustadt, den BürgermeisterUlrich von Mazleinsdorf, den Schonbruckucr, Schrat,Liebhart und Gwarlich auS dem Rath ; von der Ge-meinde Ulrichen Körner, den Maylinger und Mürthei-mer. Da erst geschah die völlige Versöhnung, derFreyheiten förmliche Bestätigung, die gänzliche Über-weisung von Sigmunden an den Kaiser. Bischof lsl-rich von Paffau war dessen Verkündiger. Er selbst mitdem Bischof von Gurk und Kurfürsten Ernst von Sach-sen, des Kaisers Neffen empsingen im Hof der Burgneuerdings das Gelübde der Treue. Als die Wienervon der Neustadt heimkehrten, wurden sie mit Glo-ckengeläut und Freudeufeuer empfangen und führtenein Banner mit dem zweyköpsigcn Reichsadler, denihnen Friedrich verliehen.
Ein sonderbares Nachspiel der großen Tragödiebegab sich in Oberlaa. Weneko, Bruder des Johan-niterhauses i» der Karmhnerstraße und Commenthurzu Mailberg, ein Mann von unerbaulichem, wüstemWandel, der nicht einmahl seines Ordens Zeichentrug, hatte Oberlaa dem Thanhauser versetzt, einemum des Kaisers willen vertriebenen Wiener Bürger.Der that auch ohne Absage feindlich gegen die Wie-ner, ihre Güter verwüstend, ihre Arbeiter in denWeingarten tödtcnd. Die Wiener zogen nun vor Ober-laa und beschossen daK Schloß heftig. Der Thanhgu-