i' e o von Spaner der erste Bischof 25
mes und seiner Macht wegen weltberühmt, als Haupt-niaiin von Trient, als Bundesfreund Venedigs undMailands, seinem eignen Herrn, Friedrichen mit derleeren Tasche furchtbar gewesen war. Drey Vettern Leo's,Sigmund, Christoph und Matthäus von Spauer hat-ten in der belagerten Wiener Burg treulich mit Frie-drichen ausgeharrt, wiewohl Unterthanen des mitdem Kaiser unaufhörlich gespannten Erzherzogs Sig-mund. — Friedrich hatte dem geistreichen und gelehr-ten Leo, trotz seiner Jugend, das Bisrhum Brixenverschafft und (16. Sept. i 4 ?>) durch Sixtus IV. dasneue Bisthum Wien. — Es förmlich anzutreten,weigerte er sich jedoch, weil die Dotation noch nichtgehörig ausgeschieden war, auch des Paffauer BischofsWiderspruch beharrlich fortwährte. Leo erlebte dasEnde dieser Irrungen nicht. Dieß geschah erst imJahre seines Todes. Am 17. Sept. isiöo verlas derpäpstliche Nuntius Alexander Bischof von Forli, beySt. Stephan die päpstlichen Bullen, hielt in Beglei-tung der gesammten Geistlichkeit, der Hochschule, desAdels und einer unzählbaren Volksmenge einen präch-tigen Umgang durch den größten Theil der Stadtundbeschloß den erfreulichen Act am Hochaltar durch einLobamt, unter welchem beyde Bullen an das Kirchen-thor unter dem unausgebauten Thurm angeheftet wur-den. — Das passauische Consistorium verließ Wienund begab sich nach Hciligenstadt, wo der frommenÜberlieferung nach, einst das Kloster St. Sevcrinsstand, dieser Gegenden Apostels und Retters.
König Georg, durch zunehmende Krankheit,