Band 
Vierter Band.
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r6 Georg Podiebrads letzte Tage.

durch Mathias Undank, durch des Papstes Haß,durch den Abfall Mährens, Schlesiens und der Lau-fitzen tief erschüttert, wenn auch ungebrochenen Mu-thes , wollte zu jenen Übeln nicht noch das größte ei-ner unvorbereiteten T h. r o n e r l e d i g u n ghereinbrechen lassen. Grosiinüthig überging er seineeignen, in Frieden und Krieg wohlerprobten Sohneund vereinigte (July >469) alle Parteyen für denzagellonischen Prinzen Wladislaw. Der war durchfeine Mutter Albrechts II. Enkel, des den Böhmenunvergeßlichen Carls IV. Urenkel, ein Erbe der lu-xemburgisch-österreichischen Rechte, böhmischer Spra-che und Sitten kündig, altkatholisch und daher Romangenehm, gegen die Utraguisten »»parteyisch, dieMacht Pohlens, jener Böhmens zur gewaltigen Vor-mauer verbündend.

Friedrich und Mathias mußten mit die-sem staatsklugen Schritt höchst unzufrieden seyn. Soentgegengesetzt ihre Ansprüche, näherten sie sich jetztgleichwohl einander, ja Mathias versprach (dd. Bruckg. Febr. 1470) zir einer persönlichen Zusammenkunftnach Wien zu kommen und seine Rathe und Gro-ßen reversirten, „daß es ihm wirklich damit Ernst undsolches mit ihrem Wissen und Willen geschehen sey!”Marhias kam auch ivenige Tage daraus nach Wien,empfing zufällig dort, von dem großen Medicäer,das ihm sehr angenehme Geschenk einiger wunderschö-nen afrikanischen Löwen, verließ aber Wien heimlichund ohne Abschied. Eine Chronik meint, (wohl mitUnrechts) er habe heimliche Nachstellungen befürchtet.