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Vierter Band.
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48 Wiens 2. Belagerung durch Mathias.

immer undurchdringlicher zog sich das eiserne Netz umWien zusammen. Ein zahlreicher Haufe von Flücht-lingen jedes Alters und Geschlechtes , suchte sich beyMäulern über die Donau zu retten; aber dort wahrtedes Stromes/ Tobias Czernohorsky von Boskowitz,beschosi und bewarf die Kahne/bohrte mehrere in denGrund/ nöthigte andere auf seiner Insel zu landen.Das Loos Aller war Tod oder Knechtschaft. — DieWeingarten um Wien blieben ganz unbebaut. Eineverheerende Seuche hatte das Jahr zuvor die meistenSrudenren vertrieben. Die Hochschule harte kümmerli-chen Verrath und theilte von diesertt den dürftigenBürgern mit. Ihre Geldnoth aber war so groß, daßsie ihre Kleinodien den Düfferinnen bey St. Hierony-mus in der Singerstraße versetzte. Viel Volk warzwar aus der bedrohten Stadt, aber auch viele Edle,Frauen, Riccerskinder, reiche Leute, vom flachen Lan-de, aus unhaltbaren Schlössern, nach Wien hinein-geflohen. Neigung und Gold veranlaßten unter demLandvolk rings uin Wien viele Versuche zu Wasserund zu Lande, Lebensmirtel in die Stadt zu bringen.Die Meisten endigten nur mit einem Blutbad. —DieTreue der Städte Krems und Stein, die sich darübermit einigen Baronen des Landes ob der Enns, (in-sonderheit mir Friedrichs Lieblinge, dem Prüeschenk,dem Ahnherrn der heutigen Grafen von Hardeck,) inthareifriges Einverstandniß gesetzt, baute, rüstete,bemannte sechzehn große Kriegsschiffe , wie man sienoch nie gesehen , füllten sie mit jedem Bedürfniß dernorhleidenden Sradc, fest einschlössen, ihr Hülfe zu