Band 
Vierter Band.
Seite
49
JPEG-Download
 

WienS 2. Belagerung durch Mathias. 49

bringen, wen» auch einige Schiffe dabey zu Grundegingen. Glücklich kamen sie die ungarische Stromwa-che bey Mautern vorüber. Schlimmer ging es zwischenStockerau und Korneuburg, wo mächtige Strandbat-terien und im Strome selbst aus einer kleinen Inselein Blockhaus war. Doch wurde nur eines, das größ-te Schiff starkbeschadigt und 14 Mann von seiner Be-gabung , vom feindlichen Geschütz in Stücke zerrissen.Die wichtige Zufuhr kam glücklich über Nußdors herabin den Werd, wohin Alles jubelnd zu ihrem Empfangentgegenströmte, was ein Schwert zu schwingen, wasbeym schnellen Ausladen werkthätig zu seyn vermochte.

Am 4. Dezemb. hatte Wien Mathia's Heer zumersten Mahl im untern Werd erblickt. Schnell warfendie Ungarn bey der mittleren Donaubrücke und gleichdaraus auch, beym neuen Donaueinlaß oder Wiener-kanal eine Schanze auf. Um Pauli Bekehrung (25.Jänner 148b) hatte die enge Einschließung begonnen.Der König selbst, von Preßburg durch das Marchseldüber Korneuburg und Klosterneuburg kommend, anjeden seiner Schritte eine That heftend, hatte seinLager vor dem Schottenthor gegen den Döblingbachausgebreitet. Stephan Zapolya, der Oberseldherr, hieltan der Spinnerinn am Kreuz und wohnte im Schloßzu St. Veit. Nach Ostern kam der Woywode Lau-renz mir einem dritten Heer, breitete sich längst derDonau aus und erstürmte den Tabor. Die Brückenwaren längst abgerissen, der Strom, die Werder,das jenseirige Ufer von den Ungarn wohl bewacht.Groß war die Noch in der Stadt, aber nach der all-tLeschichke WicnS-. -}• Bd. 1. 11. 2. Heft, 4