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Vierter Band.
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D ie Übergabe.

ohne einen andern Feind seiner Tage/ als des eignenBlutes Ungestüm/ strahlend vor freudigem Stolz,war in der halb morgenländischen Tracht seines Vol-kes, von Gold und Edelsteinen blitzend, umgebenvon den Großen Ungarns, Mährens und Schlesiens.—Ein furchtbarer Sturmwind wirbelte eine ungeheureStaubwolke über den ganzen Zug. Wie dieser durchdie Wollzeil, St. Stephan vorüber, nach der Burgzog, bebte die Erde und die Häuser wankten. DasVolk in den Gaffen aber, durch die langen Leiden ab-gestumpft, sah nur des Zuges Pracht und fiel froh-lockend über die zahlreichen Wägen mit Lebensmittelnher, die auf des neuen Herrn Geheiß den Kricges-schaaren nachfolgten.

Sonntags darauf, am 5. Juny hielt auch dieKöniginn ihren Einzug. Die Behörden harrten ihrer,innerhalb des Stubcnthores und geleiteten sie nachSt. Stephan, wo sich Mathias mit seinen Heeres-sürsten bereits befand. Der berühmte Goctesgelehrte,Meister Niklas von Kreuznach hielt die Anrede, wel-che die Königinn öfters mit einem gefälligen Lächelnbegleitete, der König aber in vortrefflichem Latein er-wiederte. — Noch in demselben Monath empfing Ma-thias den Huldigungseid von dem Rath und denStänden. Bald war Neustadt der einzige Platz vonBedeutung, der nicht in seinen Händen war. ImSpätjahr endigte der schwache Versuch eines kaiserli-chen Heerhaufens, die klngarn aufzuhalten, unferneMelk, mit dessen gänzlicher Niederlage. Die Gefange-nen wurden wie im Triumph zu Wien eingeführt,