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Vierter Band.
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D ie Übergabe.

bey St. Stephan ein Tedeum gesungen, alle Glo-cken gekauter, auf den Platzen Freudcnfeuer ange-zündet. — Wenige Wochen darauf (> 5 . Nov. 1486)wurde bey St. Stephan zum ersten Mahle St. Leo-polds Gedächtniß gefeyert, da die auch von Ma-thias eifrig betriebene Bulle seiner Heiligsprechung,kurz zuvor angekommen war. Als Bernard von Rohrendlich den Salzburger Sitz zu Gunsten des von Gran ge-flüchretcn Johann verzichte!, war ihm durch Friedrich dieVerwaltung des Wiener Bisthums geworden. (1482).Als Marhias heranzog, floh er nach Tittmaning, woer (21. März 1487) starb. Seine Flucht hatte St.Stephans Dom verwaiset. Drum setzte Mathias ei-nen Verwalter in Urban Dotzy, Bischof von Raab,Wardein, Erlau, Schazmcister der Krone und Ma-thias vertrautesten Minister, an Gestalt ehrwürdig,offen und kräftig in That und Rede, in seinen Ge-heimnissen undurchdringlich. Freund der Gelehrten undselbst ein Gelehrter, einfach und strenge gegen sich,prachtvoll in> Mahl, im Gefolg, an seinem kleinenHofe, königlich - freygebig und wiewohl der raschewillkührliche Marhias, die Liebe seines Herzens war,doch frey von Menschenfurcht und ein hochgesinnterVerächter jeder Wohldienercy.

Die förmliche Bestätigung der alten Freyheitenund Handfesten Wiens erfolgte aber erst volle dreyJahre nach der Einnahme (19. May 1488) für den„Bürgermeister, Richter, Rath, die Genannten undGemeinde der Bürger unsrer Stadt zu Wien." (IV.Mro. 111). Mathias nennt sich darin König zu Un-